Die Unabhängigen!               Betriebsgruppe an der Charité Universitätsmedizin Berlin
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Wir alle, die wir hier für eine Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau und an einer anspruchsvollen Forschung arbeiten, wir zusammen sind die Charité! An der Charité sind verschiedene Einzelorganisationen der Arbeiter und Angestellten tätig. Ver.di, Marburger Bund, dbb usw. Für manche Kolleginnen und Kollegen sind das zu viele. Sie sehen Abstimmungsprobleme, Verschleppung der Arbeit durch konkurrierende Organisationsinteressen oder halten (aus Erfahrung oder Vorurteil) gar nichts von der  Arbeit von Gewerkschaften. Nun so ist es wohl auch. Wir können streiten miteinander und unterschiedlicher Meinung sein, aber wir haben es alle mit einer Konzernleitung zu tun. Diese wiederum hat ein Unternehmenskonzept und bei dem scheinen im Mittelpunkt zu stehen: Gewinnmaximierung, Stellenabbau, Aufsplitterung der Charité in Zentren, Töchter, Ausgründungen. Wir, die Unabhängigen, sind ein Zusammenschluss von Kolleginnen und Kollegen an der Charité, die aus verschiedenen Gewerkschaften kommen oder gar nicht gewerkschaftlich organisiert sind. Wir sind aber keine neue Gewerkschaft! Wir wollen auch die Mittel der Personalvertretung nutzen, um gemeinschaftlich unsere Interessen an guten Arbeitsbedingungen und einer Gesundheitsversorgung für alle auf hohem Niveau, durchzusetzen. Wir stoßen Vernetzungen an, gerade da wo der schwerfällige Apparat der Gewerkschaften zu viel Zeit benötigt. Wir sorgen für Öffentlichkeit, wo Funktionäre hinter verschlossenen Türen zum  Nachteil der Kolleginnen und Kollegen kungeln. Wir streiten für Transparenz, wenn Gewerkschaften versuchen, sich über Tarifverträge mit der Konzernleitung in Geheimverhandlungen zu verständigen. Wir schaffen Öffentlichkeit zu den Knackpunkten solcher Verträge, wo andere den Kolleginnen und Kollegen mit Berichten über angebliche Erfolge Sand in die Augen streuen wollen. Eigentlich müssten wir die „Unbequemen“ heißen- aber wir heißen die Unabhängigen, weil wir unabhängig sein wollen vom Diktat der Arbeitgeber, unabhängig von politischen Parteien, unabhängig von der Gewerkschaftspolitik des Verständnisses gegenüber den Interessen der Unternehmerseite. Die Unabhängigen: Werden Unterstützung bieten, die Interessen von uns Kolleginnen und Kollegen und der uns anvertrauten Patientinnen und Patienten gegen die Konzernstrategie, die die Charité zu einem gewinnorientierten Unternehmen macht, zu verteidigen. Wenn Gesundheit zur Ware wird, wird Krankheit zur Pflicht! Die Unabhängigen setzen sich ein für: Zufriedenstellende und menschliche Arbeitsbedingungen; Für die Sicherung der Arbeitsplätze und die Erhöhung der Löhne; Für die Übernahme der Auszubildenden an der Charité! Die Unabhängigen: Streben einheitliche Vertragsbindungen für die Charité an und Taftbindung für alle, die in der Charité arbeiten; Die Unabhängigen: Unterstützen alle, die positiv Einfluß auf ihre Arbeitsbedingungen und das Miteinander im Bereich nehmen wollen, die mit Problemen am Arbeitsplatz zu kämpfen haben und oft dadurch gesundheitliche Probleme und Einschränkungen ihrer Leistungsfähigkeit hinnehmen müssen; Setzen sich ein für die Verhinderung weiterer Ausgliederungen und die Rückholung der bereits ausgegliederten Bestandteile der Charité! Wir haben Erfahrungen bei den Tarifkämpfen und der Personalratsarbeit gesammelt. Trotz unserer unterschiedlichen Meinungen innerhalb unserer Gruppierung können wir uns gegenseitig respektieren und die Vielfalt unserer Positionen für die gemeinsame Arbeit fruchtbar machen. Wir betrachten es als unsere Stärke, unsere unterschiedlichen Meinungen zu äußern und doch gemeinsam miteinander und mit den KollegInnen für unsere gemeinsamen Interessen zu streiten. Unsere Vielfalt macht uns stark und hält uns offen für neue Ideen und Wege. Wenn andere es vorziehen, hinter verschlossenen Türen zu verhandeln, sehen wir es als unsere Aufgabe, Euch zeitnah zu informieren und uns mit euch zu beraten. Mit unserer Arbeit versuchen wir, Co.- Management im Sinne der Profitorientierung entgegen zu wirken, die Personalvertretungen und Gewerkschaften zu ihrer eigentlichen Aufgabe der Information und Einbindung der Basis zu bewegen und sich für die Interessen der Beschäftigten einzubringen. Wir setzen uns ein: Für ein leistungsstarkes Gesundheitswesen, eine qualifizierte Versorgung der Patienten, eine gesunde Charité für Lehre, Forschung und Krankenversorgung mit gut bezahlten, qualifiziertem Personal. Die Unternehmerseite spaltet die Charité in kleine Häppchen auf: Für jedes Segment gibt es eine eigene Konzeption der Kostenoptimierung. Gemeinsam ist allen die Arbeitsverdichtung und in Konkurrenzsetzung der Kollegen untereinander. Die Frage in der Vergangenheit war: Wie wird Gesundheitsversorgung insgesamt und optimal organisiert? Welche Bereiche muss es dazu geben? Was leisten die Bereiche? Was leisten die Stationen? Wie arbeiten diese zusammen? Die Frage heute: Die Charité konkurriert auf einem geschaffenen Gesundheitsmarkt. Wie sehen die einzelnen Segmente dabei aus, für die sich eine Kosten- Nutzen Rechnung aufstellen lässt? Wie müssen diese organsiert werden, um die Kosten zu minimieren und vor allem die Gewinne zu steigern. In den nächsten Jahren steht die Ausgliederung der Krankenversorgung in eine privatwirtschaftlich betriebene Gesellschaft auf der Tagesordnung der Geschäftsführung. Erfahrungen konnte sie dafür nicht nur beim Labor oder der Physiotherapie sammeln. Dies wird wohl einhergehen mit der Einführung neuer Billigjobs und der Dequalifizierung der Pflege. Auf jeden Fall wird es immer weniger eine Belegschaft der Charité geben, sondern nur noch Beschäftigte in vielen kleinen Einzelbetrieben. Dagegen wollen wir aktiv werden!
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